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Bei einem Testflug am 12.12. flog ein deutsches Flugzeug vom Typ Dornier Do 217, das bei einem Übungsflug vom
Heinkel-Flugplatz nicht die richtige Höhe erreichen konnte, vom Weidensteg aus gegen das Schuldach.
Sie kam noch auf dem Dach des Schulgebäudes schräg hängend zum Liegen.

Das Schulgebäude selbst erlitt relativ wenig Schaden, da das Flugzeug nicht explodierte oder ausbrannte.
Der Absturz ereignete sich am Nachmittag, so dass sich keine Schüler im Gebäude aufhielten.
Trotzdem wurde noch 1944 angewiesen, den Ort zu tarnen.
Das geschah, indem die weißen Siedlungshäuser einen schwarzen Anstrich erhielten.
Dieser war ausgesprochen haltbar. Daher waren viele Häuser noch über das Jahr 1948
hinaus in diesem unansehnlichen Zustand.
Die letzen Kriegstage in Leegebruch waren Ende April 1945 angebrochen.
Auf dem Friedhof des Ortes finden sich sechs gleich gestaltete Soldatengräber;
bei drei von ihnen wird festgehalten: "gefallen am 23.04.1945", ein viertes Grab
bezeichnet den Tag vorher.
Es war ein Angriff der Roten Armee, gemeinsam mit polnischen Soldaten, den dieses
Datum bezeichnet.
Bis dahin hatte Leegebruch im wesentlichen nur unter gelegentlichen Luftangriffen
zu leiden. Aus diesem Grunde mußten die Siedler auch Splittergräben in ihren Gärten
anlegen, darüber hinaus wurden an anderen Stellen unterirdische Betonbunker gebaut.
Im Ort standen mehrere Flakgeschütze; und zwar nördlich der Schule, auf den
Luchwiesen in der Nähe des Waldes, am Bärenklauer Weg und an der Muhre.
Auf dem Schlangenberg befand sich ein großer Scheinwerfer.
Die Geschütze waren gegen Kriegsende dann mit Flakhelferinnen besetzt.
So findet sich auch in dieser Zeit Wichtiges neben scheinbar Nebensächlichem, wie
es wohl immer und überall in den Kommunen war und auch bleiben wird.
Aber natürlich gingen auch an Leegebruch die großen Veränderungen der
Nachkriegsjahre nicht spurlos vorbei. Ein Mann, der nach 1945 fast von Anfang an dabei war,
erinnert sich an diese Zeit:
Herr Willy Franzen kam aus Berlin nach Leegebruch und begann am 1. Oktober
seine Arbeit als Schulhelfer an der Pestalozzi-Schule im Ort.
Schulleiter war zu dieser Zeit Gunther Raab. Auf seine Frage, wer denn der Schule
diesen Namen gegeben habe, antwortete der damalige Hausmeister,
Herr Hoffman, "Ich und der Rektor." Das Amt des Bürgermeisters wurde von Fritz Schäfer ausgeübt, dem später
Franz (eigentlich Rafael) Skiba folgte.
1947 übernahm Herr Franzen dann die Leitung der Schule, während seiner Zeit
wurde Herr Dahlmann Hausmeister.
Zum Problem der Entnazifizierung im Ort befragt, erzählt er, daß er in der ersten Zeit
als Vorsitzender einer Kommission arbeitete, die vorhandene Bücher und andere
Publikationen in der Bibliothek, aber auch in den Häusern, auf nationalsozialistisches
Gedankengut hin untersuchte und aussondern ließ.
( Quelle: Chronik von Leegebruch, erstellt von V. Potyka 1993/94 )
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